Heute ist die Geburt in Europa die gefragteste Option in nahezu allen unseren Leihmutterschafts-Programmen. Wunscheltern aus anderen Ländern wählen sie aus einem praktischen Grund: Sie macht die Ausreise mit dem Neugeborenen schneller, einfacher und planbarer. Das gilt besonders für gleichgeschlechtliche Paare und alleinstehende Männer, für die jeder vermiedene Verwaltungsschritt doppelt zählt.
Zwei Ausnahmen: Ukraine und Georgien
Es gibt zwei Ausnahmen, bei denen die Geburt im selben Land wie das Programm stattfinden muss: die Ukraine und Georgien. In beiden Fällen werden die Wunscheltern nur dann direkt in der Geburtsurkunde eingetragen, wenn das Kind in dieser Rechtsordnung geboren wird. Andernfalls würde die Anerkennung der Elternschaft ein Adoptionsverfahren erfordern — was wir stets zu vermeiden suchen.
Diese Regel betrifft ausschließlich diese beiden Destinationen und vor allem heterosexuelle Paare. Mehr dazu finden Sie auf unserer Programmseite für Paare.
Warum die Geburt in Europa für alleinstehende Männer und LGBT-Familien besonders attraktiv ist
Für alleinstehende Männer und gleichgeschlechtliche Paare ist die Geburt in Europa besonders gefragt. Der Grund ist einfach: Sie beseitigt einen aufwendigen bürokratischen Schritt. Wird das Kind in einem EU-Land geboren, müssen die Eltern vor der Abreise weder einen Pass noch eine Staatsbürgerschaft für das Neugeborene beantragen.
Wenige Tage nach der Entlassung aus der Klinik erhalten die Leihmutter und der biologische Vater die Geburtsurkunde. Am selben Tag können sie auch eine notarielle Vollmacht unterzeichnen — von der Leihmutter auf den Vater — und die Familie ist dann im Wesentlichen frei, nach Hause zu reisen. Für einen alleinstehenden Vater wie für ein gleichgeschlechtliches Paar bedeutet das oft nur eine Woche zwischen Geburt und Rückreise, ohne vorherige Staatsbürgerschaftsverfahren. Ausführliche Bedingungen finden Sie auf unserer Seite zur Leihmutterschaft für alleinstehende Männer
Der Ablauf nach der Geburt, Schritt für Schritt
So läuft es in der Regel nach einer Geburt in einem europäischen Land ab:
- Tag der Entlassung: Die Eltern nehmen das Neugeborene in Empfang und bereiten die ersten Dokumente vor.
- Innerhalb von zwei bis drei Tagen: Die Geburtsurkunde wird ausgestellt, auf den Namen des biologischen Vaters und der Leihmutter.
- Am selben Tag wie die Urkunde: Eine notarielle Vollmacht wird unterzeichnet, die die Entscheidungsbefugnis auf den Vater überträgt.
- Innerhalb von etwa einer Woche: Die Familie ist bereit zur Rückreise.
Mit Ihrem Baby nach Hause reisen: ein wichtiger Hinweis
Hier ist ein Detail, das viele Wunscheltern überrascht. Wenn Sie planen, mit Ihrem Neugeborenen per Flugzeug nach Hause zu reisen, müssen Sie im Voraus bei der Fluggesellschaft klären, welche Dokumente erforderlich sind. Die meisten Fluggesellschaften lassen Säuglinge ohne Pass nicht an Bord — selbst auf Flügen innerhalb der EU. Dieser Aspekt ist für viele Familien relevant, die sich für eine LGBT-Leihmutterschaft entscheiden und ihre Rückreise sorgfältig planen möchten; mehr dazu auf unserer Seite zur Leihmutterschaft für LGBT-Familien.
Aus diesem Grund ziehen es viele Eltern vor, mit dem Auto nach Hause zu fahren. Mit lediglich der Geburtsurkunde und der notariellen Vollmacht können Sie die EU-Binnengrenzen mit dem Auto überqueren und ohne Verzögerung Ihr Wohnsitzland erreichen. Zu Hause angekommen, nehmen Sie sich dann Zeit, einen Pass zu beantragen, das Kind nach Ihrem nationalen System zu registrieren und dort, wo erforderlich, eine lokale Geburtsurkunde zu erhalten.
Welche Länder enthalten sind — und welche optional
Der Forfaitpreis deckt die Geburt in Tschechien, der Slowakei und Polen ab. Weitere europäische Länder sind jedoch auf Anfrage möglich. Bisher haben wir Geburten in Deutschland, Spanien, Griechenland und Bulgarien organisiert. In mehreren dieser Länder arbeiten wir auch mit lokalen Anwälten zusammen, die die Eltern beraten und die Registrierung nach der Geburt übernehmen können, falls diese sie nicht selbst erledigen möchten.
Jedes Land außerhalb des Standardpakets erfordert eine individuelle Koordination: gesonderte Kosten, Logistik und die Bestätigung, dass das lokale Gesundheitssystem die Abwicklung ermöglicht.
Zusammenfassung
Kurz gesagt: Die Geburt in Europa ist für die meisten Wunscheltern, die mit uns arbeiten, zur Standarderwartung geworden, denn sie verkürzt die Phase nach der Geburt auf Tage statt Wochen und hält den rechtlichen Weg klar. Die beiden Ausnahmen — Ukraine und Georgien — bestehen aus rechtlichen Gründen, die diesen Rechtsordnungen eigen sind, nicht weil eine Geburt in Europa anderswo unmöglich wäre. Für alle anderen — und insbesondere für gleichgeschlechtliche Paare und alleinstehende Väter — lautet die Frage in der Regel nicht, ob die Geburt in Europa möglich ist, sondern welches europäische Land logistisch am besten passt.
WhatsApp
